1940 wurden Kennbuchstaben für Buslinien eingeführt

Um auch die Strecken der Autobuslinien der Straßenbahn Wesermünde A.-G. – damaliger Name der Verkehrsgesellschaft Bremerhaven AG (VGB) – unterscheiden zu können, wurden die Fahrplantabellen im Fahrplanbuch mit Kennbuchstaben versehen (vor 1940 gab es für die unterschiedlichen Omnibusstrecken keine Bezeichnung).

Das „VGB-ABC“ bestand aus den Linien A vom Jägerhof nach Weddewarden, ab Spadener Straße nach Spaden (Linie B) und ab Reichsbahnhof Wesermünde-Bremerhaven (heute Hauptbahnhof) nach Schiffdorf (Linie C).

Nach dem 2. Weltkrieg kamen weitere Omnibusstrecken bis zum Kennbuchstaben „U“ hinzu, um unter anderem auch die Strecken in die neuen Wohngebiete zu kennzeichnen. Übrigens die Nutzung der Busse war zunächst nur mit einem Extratarif möglich, der beim Umsteigen zur Straßenbahn mit diesem kombiniert werden konnte.

Anfang der 1960er-Jahre wurden viele Busverbindungen zu Durchmesserlinien. Im Zuge dieser Netzumgestaltung verschwanden die Kennbuchstaben zur Linienunterscheidung und erhielten Linienbezeichnungen mit arabischen Ziffern; diese waren bis dato für die Straßenbahn reserviert.

Anfang der 1970er war die Umbezeichnung weitgehend abgeschlossen; die Nachtlinie N ausgenommen.

KOM 9531 auf der Linie CL in der Fußgängerzone, Foto Homann

Fortan werden besondere Linien mit Buchstaben gekennzeichnet, wie zum Beispiel die Linie CL „City-Liner“ in den 1990er-Jahren oder heutzutage die Linie HL „Hafen-Liner“.

Paul Homann

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