Aus dem Azubi-Alltag

Heute: Buchhaltung

Meine Ausbildung neigt sich so langsam dem Ende zu. Während dieser Zeit habe ich fast jede Abteilung zwei Mal durchlaufen. Dadurch wurde ich erst mal Stück für Stück an die Aufgaben in den Abteilungen herangeführt und ich habe schneller die Zusammenhänge zwischen den Abteilungen verstanden. Durch mein Vorwissen und meiner guten Mitarbeit, habe ich dann bei meinem zweiten Einsatz in der jeweiligen Abteilung immer mehr und auch schwierigere Aufgaben zugewiesen bekommen. Wie jetzt in der Buchhaltung. Eine meiner ersten Aufgaben war es, die monatliche Abrechnung unserer Bar-Kassen durchzuführen. Dies hatte ich bereits in meinem vorherigen Artikel über die Buchhaltung erläutert. Auch andere bereits bekannte Tätigkeiten wurden mir des Öfteren zugeteilt. So zum Beispiel das “Buchen“ von Debitorenrechnungen oder das Erstellen von Ausgangsrechnungen.

Dieses Mal hatte ich zusätzlich damit zu tun, unsere Kontoumsätze in SAP zu buchen. Täglich wird von der Buchhaltung ein Ausdruck unserer Kontoauszüge getätigt. Mithilfe dieser werden sämtliche Zu- und Abgänge auf unseren Girokonten in SAP gebucht. Hierbei wurden bei Zunahmen die Beträge auf der Soll-Seite unseres Bankkontos gebucht. Das heißt, dass sie als Zahlungseingang auf das Konto in SAP geflossen sind. Aufgrund der doppelten Buchführungspflicht müssen wir ein Gegenkonto buchen. Das heißt, dass sämtliche Geschäftsvorfälle auf mindestens zwei Konten gebucht werden müssen. Dabei werden jeweils Soll- und Habenbuchungen in gleicher Höhe durchgeführt.

Bei Zahlungseingängen von Forderungen z. B. war das Konto des jeweiligen Debitors (Schuldners) das Gegenkonto. Auf diesem wird der Betrag mit Zuordnung zur Rechnungsnummer aus dem Verwendungszweck gebucht. Hier hatten wir zuvor unsere Ausgangsrechnungen auf der Soll-Seite gebucht. Nachdem nun der Betrag beglichen ist, kann dieser ausgebucht werden. Das heißt, dass die hinterlegte Rechnung mit dem Zahlungseingang ausgeglichen werden kann. Somit ist dieser Vorgang für uns abgearbeitet und verschwindet von den offenen Posten (Beträgen) des Debitorenkontos.

Andersherum wurden bei Abbuchungen die Beträge auf der Haben-Seite also als Minderung auf unser Bankkonto gebucht. Durch die doppelte Buchführung gibt es wieder ein Gegenkonto. Bei Zahlungen von Forderungen uns gegenüber z. B. handelt es sich bei dem Gegenkonto um den jeweiligen Lieferanten/Dienstleister. Nach dem Zahlungsausgang kann der Betrag dann mit der hinterlegten Eingangsrechnung ausgeglichen werden.

Mein zweiter Einsatz in der Buchhaltung war dieses Mal also deutlich umfangreicher. Für mich, vor allem bezogen auf die neuen Aufgaben aber sehr spannend. Von meinen Prüfungsvorbereitungen und letztendlich von der Prüfung werde ich zu gegebener Zeit weiter berichten.

Marcel Bethke

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