Aus dem Azubi-Alltag

Heute: Vertrieb

Flyer für unsere ABO-Karten

Seit Anfang Dezember befinde ich mich im Bereich Vertrieb. Hier erfolgt im Wesentlichen die Abrechnung und Statistik der Ticketeinnahmen aus dem Fahrdienst, den Vorverkaufsstellen und den Kundencentern. Hauptsächlich kümmert sich der Vertrieb um den allgemeinen Kundenservice für das MIA-/MIAplus-Ticket, BOB – DAS KONTO-TICKET, das VBN-JobTicket und das Jugend-FreizeitTicket (JFT). Aber auch weitere Aufgabengebiete und Abteilungen gehören zum Bereich Vertrieb.

Ein Zweig vom Bereich Vertrieb ist unsere Telefonhotline. Hier gehen u. a. viele Kundenanfragen ein. Dabei handelt es sich z. B. um Fragen zu unseren Tarifen oder Fahrplänen. Außerdem hat man die Möglichkeit über die Telefonhotline ein Anruf-Sammeltaxi (AST) oder Anruf-Linientaxi (ALT) zu bestellen.

Ein weiterer Bereich sind unsere Kundencenter am Hauptbahnhof und im Hanse Carré. In unserem Kundencenter am Hauptbahnhof war ich zwischenzeitlich auch für zwei Tage eingeteilt. Hier bekam ich einen Einblick in die Kundenberatung zu MIA und BOB und den Verkauf von Tickets. Auf diese Weise hatte ich persönlich mit unseren Kunden Kontakt. Im Gegensatz zu meiner sonstigen Arbeit in den Büros bei Bremerhaven Bus war das eine Abwechslung und hat mir auch sehr gut gefallen.

Ich vor unserem Kundencenter am Hauptbahnhof

Im Vertrieb habe ich die Bearbeitung von neuen Anträgen oder bestehenden Verträgen unserer MIA- und VBN-JobTicket-Kunden kennengelernt und auch Anträge selbst bearbeitet. Beim Anlegen eines neuen Vertrages wurde zunächst eine Bonitätsprüfung durchgeführt. Ist diese positiv ausgefallen, wurden die Kundendaten (falls bei uns noch nicht vorhanden) ins System eingepflegt und im Anschluss die gewünschten Vertragsdaten festgelegt. Dann haben wir das Anschreiben, den Vertrag sowie die Bedingungen für den Kunden zusammengestellt. Zuletzt wurden die Ticketdaten auf das MIA-Ticket gespeichert. Dazu muss das Ticket auf den Kartenleser gelegt und initialisiert werden. Die VBN-JobTickets werden über einen speziellen Drucker mit den nötigen Daten und einem Foto bedruckt. Die gesamte Verwaltung der ABO-Kunden läuft über das Programm „VAS“.

Über das VAS wird auch das Erhöhte Beförderungsentgelt (umgangssprachlich Schwarzfahrer) verwaltet, das einen weiteren Zweig im Bereich Vertrieb darstellt.

Auch konnte ich bei der Einrichtung einer Vorverkaufsstelle dabei sein. Unsere Tickets werden außer in den Bussen und Kundencentern auch über z. B. Kioske verkauft. Diese heißen bei uns Vorverkaufsstellen. Zur Einrichtung der neuen Vorverkaufsstelle haben wir vorab im Büro einen Ticketdrucker vorbereitet und die Daten des neuen Partners angelegt. Hierfür wurde die Halteplatte programmiert, auf welcher der Ticketdrucker befestigt wurde. Nachdem die Programmierung abgeschlossen war, haben wir den Ticketdrucker auf die korrekte Funktionsweise überprüft. Dann konnte es mit dem Gerät und einer Grundausstattung (wie z. B. Ticketrollen, Fahrplanbücher und allgemeine Informationen) unterm Arm losgehen zur Vorverkaufsstelle. Dort angekommen haben wir das Gerät angeschlossen und den Mitarbeitern eine Schulung zu unseren Tarifen und dem sachgemäßen Umgang mit dem Ticketdrucker gegeben.

Ticketdrucker

Mehrmals pro Woche werden vom Vertrieb die Einnahmen des Fahrpersonals aus unseren Geldeinzahlgeräten abgeschöpft. Die Safebags mit den Noten und Hartgeldtaschen werden dann von einem Geld- und Werttransport abgeholt.

Der Vertrieb muss auch Störungen an den Geldeinzahlgeräten beheben, weil z. B. Fremdkörper mit eingezahlt werden oder es einen technischen Defekt gibt.

Einzahlgeräte (links) u. Stahlschrank (rechts)

Sehr interessant war es auch beim Monats- und Jahresabschluss für die Ticketeinnahmen dabei zu sein. An diesem Monatsabschluss sind mehrere Kollegen/Kolleginnen beteiligt und am Ende werden von allen die Ergebnisse in einer Tageskasse zusammengeführt und abschließend dem Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen gemeldet.

In den Monatsabschluss fließen u. a. die Ticketeinnahmen des Fahrpersonals ein. Die daraus resultierenden Daten werden mit den Einnahmen verglichen, welche über unsere Geldeinzahlgeräte abgerechnet wurden. Beim Jahresabschluss musste man zusätzlich darauf achten, dass der richtige Tarif abgerechnet wurde. Da zum 01.01.2019 ein Tarifwechsel stattgefunden hat, mussten die Jahre entsprechend abgegrenzt werden.

Auch Bestandteil des Abschlusses sind unsere Einnahmen aus dem Gelegenheitsverkehr. Das betrifft nicht nur den Kreuzfahrtterminal oder den Hafenbus, es besteht zum Beispiel auch die Möglichkeit, einen Bus inklusive Fahrer zu mieten. Dieses Angebot wird u. a. von Schulen für Ausflüge genutzt. Auch meine Berufsschulklasse hat diesen Service schon einmal in Anspruch genommen.

Mein Einsatz im Vertrieb war sehr vielschichtig und umfangreich und hat mir sehr gut gefallen.

Als nächstes berichte ich Euch von meiner Arbeit in der Buchhaltung.

Marcel Bethke

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