Die Hintergründe zu den Bus-Ausfällen

Gestern, der 14. August 2018, wird für uns als schwarzer Dienstag in die Geschichte eingehen. Erstmals konnten wir auf Grund von Personalmangel vier Dienste nicht besetzen. Hierdurch kam es zu Fahrtausfällen. Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Fahrgästen, die von diesen Ausfällen betroffen waren, entschuldigen und hoffen, dass sie nicht zu lange auf den nächsten Bus warten mussten. Wie ist es zu dieser Situation gekommen?

Es kam eigentlich alles zusammen. Es sind auf Grund der Sommermonate immer noch Fahrer/innen im Urlaub. Dann sind einige Kollegen/innen von wirklich schweren persönlichen Schicksalsschlägen betroffen und werden für längere Zeit ausfallen. Zusätzlich kamen auch noch spontane Krankmeldungen hinzu. Neue Fahrer/innen werden wir ab kommenden Montag (20. August) an Bord haben. Diese neuen Kollegen/innen werden schnellstmöglich intern ausgebildet, so dass wir sie vollwertig im Liniennetz einsetzen können. Die interne Ausbildung wird allerdings mindestens zwei – drei Wochen in Anspruch nehmen.

Wie reagieren wir auf diese extreme Situation? Wir sind gerade mit Hochdruck dabei, den Dienstplan so umzustellen, dass ab kommenden Montag alle Linienfahrten dienstplanmäßig besetzt werden können. Die Einsatzwagen werden in den kommenden zwei – drei Wochen entweder aus der Reserve heraus oder mit Verwaltungs- bzw. Werkstattpersonal besetzt. Nach diesem Zeitraum müssen wir dann durch die Neueinstellungen und Rückkehrer aus dem Urlaub in der Lage sein, wieder zum alten Dienstplanmodell zurückzukehren. Wir werden alles unternehmen, dass durch diese internen Maßnahmen unser Angebot und damit unsere Fahrgäste nicht beeinträchtigt werden.

Ich möchte an dieser Stelle aber noch mit einem Wort auf die Berichterstattung in der örtlichen Presse eingehen. Zugegeben, an dem „schwarzen Dienstag“ sind ca. 4 % unserer Linienfahrten ausgefallen. Das ist ärgerlich und wir bedauern das zu tiefst. Es wird alles unternommen, damit sich so ein Vorfall nicht wiederholt. In diesem Zusammenhang aber von „Chaos“ zu sprechen, halte ich für maßlos übertrieben. Chaos ist aus meiner Sicht, wenn der Bahnverkehr für mehrere Tage vollkommen stillgelegt ist oder sich auf Grund einer Sperrung an einem Flughafen 2.000 Personen eine Toilette teilen müssen. Umso verwunderlicher ist diese reißerische Überschrift, da BREMERHAVEN BUS – wie eigentlich immer – offen und transparent das Problem gegenüber der örtlichen Presse kommuniziert hat. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass es die Nordsee-Zeitung nicht einmal schafft, in ihrem Aufmacher-Artikel ohne Tippfehler auszukommen. Liegt das an mangelnder Kontrolle oder ungenügend geschulten Mitarbeitern bei der NZ? Ich bin der Meinung, wo Menschen arbeiten, können auch Fehler passieren. Dieses sei natürlich auch der Nordsee-Zeitung zugestanden. Ich möchte damit nichts beschönigen. Der 14. August war kein Ruhmesblatt für BREMERHAVEN BUS. Wir hätten uns nur einen etwas faireren Umgang mit BREMERHAVEN BUS und seinen Mitarbeitern gewünscht.

Robert Haase

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