Drei Generationen bei der VGB

 

Heute möchten wir Euch gerne Familie Krüger vorstellen. Allerdings nicht als verheiratetes Ehepaar, sondern drei Generationen, die alle bei der VGB arbeiten (bzw. gearbeitet haben). Sowas kommt in der heutigen, doch sehr schnelllebigen Zeit nicht mehr so oft vor und macht uns schon ein bisschen stolz. Aber spulen wir erstmal ins Jahr 1963 zurück.

Angefangen hat alles 1963. Gerd Krüger (heute 81 Jahre) begann seine Laufbahn als Schaffner bei der VGB. Es folgte die Ausbildung zum Busfahrer und anschließend zum Straßenbahnfahrer. Der Beruf als Busfahrer hat ihn einfach interessiert, sagt er heute. Vorher hatte er auf der Rickmers-Werft seine Ausbildung zum Schiffstischler abgeschlossen. Zu der Zeit war das Busdepot noch an der Stadtgrenze Langen. Das war eine tolle Zeit damals, erinnert er sich.

Nach 25 Jahren hat Gerd das Lenkrad aus der Hand gegeben. 1988 wurde er im Kundencenter am Hauptbahnhof als Sachbearbeiter im Fahrkartenverkauf eingesetzt, später auch noch in der Abrechnung der privaten Vorverkaufsstellen. Der Umgang mit Menschen gefiel ihm immer besonders gut. 35 Jahre war er bei der VGB bis er 1998 dann in Rente ging.

Aber zwischendurch kommt er trotzdem regelmäßig ins Unternehmen. Denn seit 40 Jahren ist er schon aktives Mitglied im BVV-Männerchor und die Chorproben finden auf dem Betriebsgelände statt. Ein weiteres Hobby von Gerd ist das Basteln mit Holz. Da schließt sich wieder der Kreis zu seinem ursprünglich erlernten Beruf als Tischler.

1993 fing sein Sohn Jörg (heute 51 Jahre) bei der VGB an. Wie sollte es anders sein, schon als Kind ist er natürlich oft bei seinem Vater im Bus oder in der Straßenbahn mitgefahren.

Bevor Jörg seine Arbeit bei der VGB aufgenommen hat, absolvierte er erfolgreich seine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker bei den Stadtwerken Bremerhaven. Bei der Bundeswehr hat er anschließend bereits mit den entsprechenden Führerscheinen die Weichen für seinen zukünftigen Beruf als Busfahrer gestellt.

Genau wie sein Vater hat Jörg 25 Jahre lang im Fahrdienst gearbeitet. Seit 2018 ist er Mitarbeiter in der Leitstelle. Aufgrund der Erfahrung, die er in dieser Zeit auf den Straßen von Bremerhaven gesammelt hat, gibt er hier sein Wissen an die anderen Kolleg*innen im Fahrdienst weiter.

Als Leitstellendisponent trägt Jörg eine große Verantwortung. Im Schichtdienst ist er zusammen mit sieben anderen Disponenten für den reibungslosen Betriebsablauf bei Bremerhaven Bus verantwortlich. Besonders gefällt ihm die Vielseitigkeit in seinem Tätigkeitsbereich. So vergeht kein Tag wie der andere.

Maurice, der Sohn von Jörg und Enkel von Gerd, ist der jüngste Spross in der Familie Krüger. Die Erwartungshaltung umzusetzen, ein ebenso zuverlässiger Mitarbeiter wie der Opa und der Vater zu werden, ist natürlich groß. Er ist mit seinen 18 Jahren aber bereits sehr selbstbewusst. Es gehört schon eine gehörige Portion Mut dazu, in so jungen Jahren mit einem 18 Meter langen Gelenkbus durch die teilweise sehr engen Straßen von Bremerhaven zu fahren.

Im August 2020 hat Maurice seine Ausbildung zum Berufskraftfahrer begonnen. Seine Führerscheinprüfung hat er gerade in der betriebseigenen Fahrschule im Dezember bestanden. Bevor er jedoch das erste Mal mit Fahrgästen unterwegs sein wird, sind allerdings noch viele Fahrstunden nötig, in denen er sich unter anderem die verschiedenen Linienwege einprägen muss.

Auf die Frage, warum sich Maurice den Beruf als Busfahrer ausgesucht hat, antwortet er: „Vererbung“. Auch er ist schon als Kind mit seinem Vater im Bus unterwegs gewesen. Das hat so viel Eindruck hinterlassen, dass für ihn kein anderer Beruf in Frage gekommen ist.

Wir wünschen der Familie Krüger noch viele schöne Jahre, in denen sie gemeinsam über ihre Erlebnisse bei der VGB sprechen können.

 Michael Brünjes

 

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