Ist eine Sail planbar?

Alle 5 Jahre wird BremerhavenBus vor eine besonders große Herausforderung gestellt und 2020 vom 19.08.2020 bis zum 23.08.2020 ist es wieder soweit: Sail 2020. Für BremerhavenBus heißt das wieder diverse zusätzliche Beförderungen zu organisieren, um Tausende von zusätzlichen Fahrgästen in und aus der Stadt zu bringen.

Wird das wohl wieder klappen?Und um es vorweg zu nehmen: Das wird auch 2020 wieder hervorragend klappen, weil alle Beteiligten ein hohes Maß an Engagement, aber auch Erfahrung einbringen werden und damit den erneuten Beweis für die Leistungsfähigkeit von BremerhavenBus erbringen werden.

Wir hoffen natürlich, dass auch die nächste Sail ein wenig vom Wetter verwöhnt wird, so dass besonders viele Menschen die Sail 2020 besuchen.

Die verschiedenen Aufgaben für die Beförderung der Besucher werden zwar nicht wirklich neu sein, stellen aber dennoch wieder große Herausforderungen an Mensch und Material.

Eine wichtige Teilaufgabe ist der P+R-Verkehr, damit auswärtige Besucher*innen ihre Fahrzeuge ohne Suche sicher abstellen können. Für die entspannte Weiterfahrt stehen Busse bereit. Für die Sail 2020 planen wir diesen P+R-Verkehr zentral ab dem alten Flughafen am Luneort. Dabei werden wir speziell am Mittwoch mit deutlich mehr Fahrzeugen als 2015 unterwegs sein, um die vielen Besucher*innen der Einlaufparade rechtzeitig zum Deich zu bringen.

Weil die Sail natürlich auch viele Menschen aus den Stadteilen begeistert und diese Besucher*innen nicht das eigene Auto benutzen sollen, ist es selbstverständlich, dass wir den Linienverkehr verstärken. Dabei werden wir 2020 mit dem Hafen-Liner zusätzliche attraktive Fahrtmöglichkeiten zwischen Havenwelten und Schaufenster anbieten können.

Jetzt möchte ich aber noch zur Frage kommen, die den ein oder anderen vielleicht für diese 5 tollen Tage bewegt.

Kann man die eine oder andere Stresssituation oder den ein oder anderen kleinen Mangel nicht einfach durch bessere Planung vermeiden, zumal doch eigentlich alle Probleme bekannt sein müssten?

Die ganz einfache Antwort: Nein.

Insbesondere wenn man die Erreichung einer betriebswirtschaftlichen “schwarzen Null“ als zusätzliche Herausforderung begreift.

Denn sicher wäre es möglich eine Sail unter Ausschaltung vieler Risiken mit allen Eventualitäten und ohne jegliche Komforteinbußen vorauszuplanen. Der dazu notwendige erheblich höhere Personal- und Fahrzeugaufwand, den man sozusagen “auf Verdacht“ vorab bereitstellen müsste, würde dann aber in keinem Verhältnis mehr zu den Verbesserungen stehen und ganz sicher ein großes Defizit in der Kasse produzieren.

Für mich steht daher fest: Eine Sail ist keine Unbekannte, bleibt aber immer eine Mischung aus Erfahrung , Vorbereitung, Planung und spontanen Problemlösungen. Und jetzt mal ganz ehrlich: Macht das nicht auch einen Teil des Reizes dieser Großveranstaltung aus ?

Ich jedenfalls freue mich schon wieder auf die Sail 2020.

Jörg Fröhlich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.