Maske auf, Döskopp!

Seit dem 27. April ist in Deutschland alles etwas anders. Schuld daran ist ein winziges Virus, das man gemeinerweise noch nicht einmal sehen kann. Wegen diesem kleinen Ding, kurz „Corona“, dürfen wir uns zur Begrüßung nicht mehr herzlich drücken, sondern dürfen uns nur noch auf Abstand zuwinken. Keine geselligen Abende mehr wie wir es kannten, vorgegebene Laufrichtungen im Kaufhaus UND der Mund-Nase-Schutz oder kurz „die Maske“. Die Maske im Bus sorgt schon länger für rege Diskussionen und wir möchten gerne häufig gestellten Fragen beantworten.

  1. Ab wo zählt die Maskenpflicht?

Der ÖPNV und somit auch die Maskenpflicht beginnt bereits ab der Haltestelle und nicht erst beim Einstieg in den Bus. Andersherum darf die Maske erst abgenommen werden, wenn man ausgestiegen und den Haltestellenbereich verlassen hat (nicht wenn sich die Türen öffnen und Ihr noch im Bus seid).

2.  Wieso lässt der Busfahrer Fahrgäste ohne Maske einsteigen?

Seit dem Lockdown wurde der Einstieg an der ersten Tür (beim Fahrer) auf die 2. und 3. Tür verlegt. An der ersten Tür steigen aktuell nur noch Fahrgäste ein, die sich beim Fahrer ein Ticket kaufen. Dadurch ist nur eine begrenzte Kontrolle gegeben. Des Weiteren sind Menschen mit Vorerkrankungen teilweise ärztlich von der Maskenpflicht befreit. Unsere Kolleg*innen sind dazu angehalten, dies beim Einstieg an der 1. Tür zu klären.

3.  Warum lässt der Busfahrer Fahrgäste ohne Maske weiter mitfahren?

Wenn Fahrgäste mit einer Maske in den Bus einsteigen und diese während der Fahrt abnehmen oder herunterziehen bekommt es der Fahrer nicht unbedingt mit. Seine Hauptaufgabe und Konzentration liegt natürlich beim Straßenverkehr. Ihr wollt ja auch sicher an Euer Ziel kommen. Dabei ist es ihm leider nicht möglich über einen Rückspiegel ständig alle Fahrgäste im Blick zu haben und dann ja auch noch zu wissen, wer gerade von der Maskenpflicht befreit ist. An dieser Stelle bitten wir um Euer Verständnis.

4.  Werden Durchsagen im Bus gemacht?

Durchsagen haben wir bisher nicht für notwendig gehalten, weil durch Plakate und Aufkleber unserer Meinung nach ausreichend auf die Maskenpflicht hingewiesen wurde. Wir haben aber durch Eure vielen Hinweise verstanden, dass Euch Durchsagen wichtig sind und werden diese zukünftig umsetzen.

5.  Warum werden nicht mehr Kontrollen gemacht und wer kontrolliert?

An dieser Stelle möchten wir zuerst mal ein Lob an unsere Fahrgäste, also Euch, aussprechen. Denn trotz gelegentlicher Kritik, die uns erreicht hat, könnt Ihr sicher bestätigen, dass der überwiegende Teil die Maskenpflicht einhält. Trotzdem wollen wir auch die wenigen Verweigerer in die Pflicht nehmen und arbeiten gerade zusammen mit dem Ordnungsamt und der Polizei an einem Kontrollkonzept, dass künftig die Erhebung von Bußgeldern beinhaltet.

Astrid Okon

2 Gedanken zu „Maske auf, Döskopp!“

  1. Wichtig und richtig in diesen Zeiten. Ich war diesen Sommer in Lissabon. Dort hält sich fast jeder dran. Gerade, weil es in Metro und Strassenbahn manchaml eng zu geht.

    Danke für Euren Einsatz. Da fühle ich mich als Fahrgast gleich sicherer…

  2. Je weiter hinten im Nachläufer des Busses, desto weniger halten sich die Leute an die Maskenpflicht. Ich habe mich heute Abend demonstrativ weggesetzt, da drei Leute mit heruntergezogener Maske dort saßen und einer sogar ganz ohne Maske eingestiegen ist. Es muss konsequent kontrolliert und die Maskenverweigerer aus dem ÖPNV entfernt werden. Zum Schutze der anderen Fahrgäste!

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