Morgens erst mal einen E-Wagen fahren

Der personelle Engpass im Fahrdienst war ja schon im letzten Blog Thema. Ich finde, unser Unternehmen hat da schnell und kreativ drauf reagiert! Seit gestern werden morgens 18 E-Wagen überwiegend von Mitarbeiter/innen aus der Verwaltung und der Werkstatt gefahren. Mittags kommen nochmal 10 E-Wagen hinzu. Ob Buchhalterin oder KFZ-Mechatroniker, Fahrlehrer oder Werkstattmeister, Betriebsratsvorsitzender oder Mitarbeiter aus den Bereichen Betrieb und Vertrieb – alle waren sofort bereit zu helfen.Die Kollegen/innen gehen dabei hochmotiviert an die für sie nicht alltägliche Aufgabe heran. Und obwohl jeder für sich „auf Reise“ geht, kommt sogar ein echtes Zusammengehörigkeitsgefühl auf. Frei nach dem Motto: „Wir ziehen alle an einem Strang!“

Aber wie kann man sich den außergewöhnlichen Start in den Arbeitstag vorstellen? Statt an den Schreibtisch oder die Werkbank zu gehen, führt der erste Weg zur Leitstelle, wo man sein Fahrzeug zugeteilt bekommt. Dieses muss dann fahrfertig gemacht werden, d. h. man schaut sich den Bus von außen und innen an und beurteilt, ob alles in Ordnung ist. Dann müssen Sitz und Spiegel eingestellt werden und der Kurs, auf dem man fahren soll, in den Bordcomputer eingegeben werden.

Ich fahre die ganze Woche den E-Wagen E06. E-Wagen sind übrigens Einsatzwagen, die speziell zu Schulanfangs- und endzeiten den Linienverkehr entlasten sollen und die Schüler direkt zur Schule bringen oder von der Schule abholen. Der E06 startet um 7:16 Uhr in Grünhöfe an der Auerstraße, also exakt eine Minute vor der planmäßigen Linie 502. Dann geht es weiter im Zuge der Linie 502 bis zum Hauptbahnhof und weiter über die alte Geestebrücke in die Innenstadt. Hinter der Haltestelle Freigebiet biege ich links in die Pestalozzistraße ein, um zunächst das Lloyd Gymnasium anzusteuern. Die Haltestelle ist seit den Sommerferien barrierefrei ausgebaut und lässt sich nun gut anfahren, sofern dort keine Pkw stehen.  Die verbleibenden Schüler fahre ich einige 100 m weiter zur Geschwister-Scholl-Schule in der Pestalozzistraße. Hier soll ich laut Plan 7:41 Uhr ankommen. Gestern war ich 3 Minuten zu spät. Aber da bei uns die Sicherheit der Fahrgäste vor geht, hat man mir da keinen Strick draus gedreht. Nun muss ich den Bus wieder zum Betriebshof fahren und freue mich auf den ersten Kaffee am Tag. Den gibt es halt etwas später als sonst!

Übrigens, wenn einer der Blogleser einen Job sucht und Interesse am Busfahren hat, wir suchen noch engagierte Kollegen/innen! Meldet Euch einfach bei unserem Personalservice.

Christoph Symann

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