Reinigung der DP-Filter

Alle unsere Fahrzeuge sind mit einem DPF (Dieselpartikelfilter) ausgerüstet und entsprechen den Schadstoffklassen Euro IV bis Euro VI. Da sich die Rußpartikel in den Filtern festsetzen (was ja Sinn und Zweck eines Filters ist), müssen diese in regelmäßigen Abständen gereinigt werden.

Regelmäßig bedeutet zwischen 100.000 bis 120.000 km oder ca. alle 2 Jahre. Bei den älteren Fahrzeugen wird hierfür bei jeder Wartung der Abgasgegendruck unmittelbar zwischen Abgaskrümmer und CRT-Filter gemessen. Ist er zu hoch, oder hat die max. Belastung erreicht, muss der Filter demontiert und gereinigt werden.

Gereinigter und ungereinigter Keramikfilter

Sowohl bei den Keramikfiltern, wie auch bei den Sintermetallfiltern spricht man von Wandstromfiltern. Das heißt, dass sich die Feinstpartikel auf die Wände dieser Filter setzen und dort verbleiben. Ist der Sättigungsgrad erreicht, wird dieses wie schon beschrieben bei der Abgasgegendruckmessung festgestellt bzw. vom Motorsteuergerät im Fahrerdisplay angezeigt. Bei den neueren Fahrzeugen wird die Reinigung, oder besser das Abbrennen des Feinstaubes, schon bei Teilsättigung von alleine gestartet. Dafür sind vor und hinter dem DPF Drucksensoren verbaut, die den Gegendruck permanent überwachen. Ist dann eine Teilsättigung vorhanden, wird automatisch bei Erreichen einer bestimmten Temperatur die Regeneration durchgeführt.

Aber nach mehreren und immer kürzer werdenden Zyklen kommt man um eine Grundreinigung nicht umhin. Dann wird der CRT-Filter aus seinem geschlossenen System demontiert und “gebacken“.

In diesem Ofen wird der Filter auf ca. 600 Grad erhitzt. Um den Filter vor Spannungsrissen zu bewahren, wird die Temperatur nur langsam, aber kontinuierlich, erhöht bis die 600 Grad erreicht sind. Jetzt beginnt das eigentliche Abbrennen, in dem die an den Wänden haftenden Rußpartikel zu Asche verbrennen. Ist der Ofen aus und die Temperatur wieder auf 20 Grad zurück, wird der Filter auf den Saugtisch abgelegt und von der Asche befreit.

Dieser Vorgang kann bei einem Keramikfilter ca. dreimal durchgeführt werden. Dann ist die Luftdurchlässigkeit aufgrund verstopfter Poren so eingeschränkt, dass ein nochmaliges Reinigen nicht mehr effizient ist. Der Filter wird erneuert.

Ein Sintermetallfilter hingegen hat eine mehrfach höhere Lebenserwartung. Ist in der Anschaffung somit aber auch ein wenig teurer 😉

Jens Wefer

2 Gedanken zu „Reinigung der DP-Filter“

    1. Nein, dieser Bereich der Abgasreinigung hat noch nichts mit Adblue zu tun.
      In meinem Beitrag geht es ausschließlich um den Dieselpartikelfilter, der den Feinstaub aus dem verbrannten Kraftstoff zurückhält, respektive filtert. Dieser wird gereinigt, indem man den Keramik- bzw. Sintermetallfilter so stark erhitzt, bis die Rußpartikel verbrennen und zu Asche werden. Anschließend wird die Asche entsorgt und der Filter kann wieder verbaut werden.
      Adblue kommt erst ins Spiel, wenn die Abgase rußfrei den Dieselpartikelfilter durchströmt haben und in den nachgeschalteten Katalysator kommen. Auf dem Weg dorthin, wird dem Abgas Adblue beigespritzt. Durch verschiedene chemische Prozesse (Adblue wird zu Ammoniak), sorgen das jetzige Ammoniak und der Katalysator dafür, dass die Stickoxide (NOx) in Stickstoff und Wasser umgewandelt werden.
      Soviel zur kurzen Erläuterung…insgesamt ist das Thema natürlich noch viel umfangreicher 😉

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