Sehen und gesehen werden… Lichttest 2018

 Auf einen Super-Sommer folgt ein Super-Goldener-Oktober. Auch für die nächsten Tage haben uns die Meteorologen noch einige schöne Sonnenstunden und angenehme Temperaturen versprochen.

Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass uns die Zeit bevorsteht, wo die Tage kürzer, dunkler und ungemütlicher werden.

Nasse Straßen, eine tiefstehende Sonne und das frühere Einschalten der Straßenbeleuchtung sorgen unter anderem für Spiegelungen auf den Straßen und somit zu Irritationen für alle Verkehrsteilnehmer. Damit haben nicht nur die Autofahrer so ihre Probleme. Ebenso die Fahrradfahrer und Fußgänger haben mit den vielen Lichtern in der Dämmerung zu kämpfen.

Damit während dieser dunklen Jahreszeit niemand auf den Straßen unentdeckt bleibt, ist es wichtig, dass an allen Kraftfahrzeugen rundherum die Beleuchtung intakt ist. Überprüft wird dieses bei Personenkraftwagen alle 2 Jahre durch ein Überwachungsinstitut, wie den TÜV, der Dekra oder ähnliche. Das reicht aber natürlich nicht aus…das muss schon öfter geschehen!! Aber wer hat schon die Möglichkeit, jedes Mal vor Abfahrt seine Beleuchtung zu kontrollieren? Spätestens beim Bremslicht hat man dann ohne zusätzliches Personal sowieso ein Problem. Bei uns hingegen durchfahren die Busse jeden Abend die Werkstatt zum betanken und werden dort auch einer Lichtkontrolle unterzogen.

Entscheidend ist aber nicht nur, dass das Licht funktioniert. Abblendlicht und Fernlicht müssen auch in der Höhe richtig eingestellt sein ohne dass sie den entgegenkommenden Verkehr blenden. Gleichzeitig können zu niedrig eingestellte Lichter die Fußgänger zu spät erkennen lassen, wenn sie nicht rechtzeitig im Lichtkegel zu sehen sind.

Und damit alle Fahrzeuge zu Beginn der dunklen Jahreszeit keine Beleuchtungsmängel aufweisen, hat man vor vielen Jahren die Lichtwochen ins Leben gerufen. Hier wird dann die komplette Lichtanlage regelmäßig jedes Jahr im Oktober von vielen Autowerkstätten kostenlos gecheckt.

Was wird alles überprüft?

  • Nebel-, Such- und andere erlaubte Zusatzscheinwerfer
  • Fern- und Abblendlicht
  • Begrenzungs- und Parkleuchten
  • Bremslichter
  • Schlusslichter
  • Warnblinkanlage
  • Fahrtrichtungsanzeiger
  • Nebelschlussleuchte

Auch der Reifendruck muss überprüft und ggf. korrigiert werden. Ist dieser von links nach rechts ungleichmäßig, kann es auch zu einer fehlerhaften Einstellung kommen.

 

Mitarbeiter Horst Duchow bei der Lichteinstellung

Seit 01.01.2018 gibt es auch eine gesetzliche Neuregelung bezüglich des Lichteinstellens:

Künftig wird zur Prüfung dieser Scheinwerfer nicht nur ein abgenommenes Scheinwerfereinstellgerät benötigt sondern auch ein geprüfter Einstellplatz. Das Einstellgerät und der Einstellplatz bilden künftig zusammen das „System zur Überprüfung der Einstellung der Scheinwerfer“ und sind alle 2 Jahre einer Stückprüfung zu unterziehen sowie vor der Erst-Inbetriebnahme durch eine sachkundige Firma zu kalibrieren und freizugeben.

Probleme machten hier Werkstätten, die keine ebene Einstellfläche zur Verfügung hatten oder sogar auf unebener Fläche auf dem Werkstatthof die Scheinwerfer justiert haben. Hier kam es dann eventuell dazu, dass richtig eingestellte Scheinwerfer anschließend zu “Blendern“ wurden.

Blick in ein Einstellgerät mit korrekter Einstellung des Abblendlichtes

Beim Lichttest 2017 zum Beispiel, waren von 90.000 überprüften Fahrzeugen ein Drittel mit Mängeln behaftet.

Davon:

  • Scheinwerfer defekt 23,2%
  • zu hoch eingestellt 10,0%
  • zu niedrig eingestellt 9,9%
  • Beleuchtung hinten defekt 8,6%

Ach ja…..auch Fahrradfahrer sollten stets ihr Licht überprüfen und instand halten! Ebenso sollten sich Fußgänger und Jogger, gerade, wenn sie sich ein wenig abseits des regen Straßenverkehrs bewegen, durch Reflektoren am Körper sichtbarer machen 😉

 

Jens Wefer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                 

 

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