Sperrung Alte Geestebrücke

Ab heute ist es soweit. Die Alte Geestebrücke wird für 6 Monate gesperrt. Im medizinischen Umfeld würde man sagen: „Die Hauptschlagader ist dicht.“ Und so ist es auch. Die direkte Verbindung vom Hauptbahnhof in die Innenstadt ist damit leider unterbrochen. Für den ÖPNV in Bremerhaven ist es fast schon eine Operation am offenen Herzen. Was bedeutet das für Sie?

Wir haben im Vorfeld lange Verhandlungen mit dem Bauamt geführt, um zu einer anderen Lösung zu kommen. Z. B. eine kürzere Bauzeit oder ein mindestens einspuriger Verkehr während der Baumaßnahme. Wir mussten uns aber überzeugen lassen, dass der Zustand der Brücke keine andere Lösung zulässt. Wer die Bilder der Brückenträger in der Presse gesehen hat, kann nur zustimmen, dass hier eine Sanierung von Grund auf nötig ist. Flickschusterei würde hier nur herausgeschmissenes städtisches Geld bedeuten.

Uns ist bewusst, dass gerade für unsere Fahrtgäste mit Ziel Innenstadt diese Baumaßnahme eine deutliche Verschlechterung bedeutet. Wir werden uns aber bemühen, den betrieblichen Ablauf möglichst reibungslos und störungsfrei zu organisieren. Hierfür haben wir mit der Stadt vereinbart, dass an der Kreuzung Ludwigstraße/Borriesstraße eine virtuelle abknickende Vorfahrt an der Ampel programmiert wird. Somit gehen wir davon aus, dass an dieser Stelle des Umleitungsverkehrs zu keinen größeren Behinderungen kommen wird. Ein Knackpunkt wird aus unserer Sicht der Verkehr sein, der von der Kennedybrücke kommt und links in die Borriesstraße einbiegen will. Leider ist an dieser Stelle die Steuerungstechnik der Lichtsignalanlage so veraltet, dass wir keine Bevorrechtigung programmieren können. Wir werden den Verkehr aber an dieser Stelle genau beobachten und die Stadt hat uns zugesagt, bei größeren Behinderungen eine längere Freigabezeit für den linksabbiegenden Bus in das Festzeitprogramm aufzunehmen.

Eingriffe solcher Art in den Verkehr können bei einem straßengebundenen Transportmittel natürlich immer mal vorkommen und sind unvermeidlich. Wir möchten Sie darum um Ihr Verständnis bitten. Wir setzen jetzt unsere Hoffnung darauf, dass das Wetter mitspielt und es zu keinen Verzögerungen im Bauablauf kommt, sodass die Strecke nach 6 Monaten auch wirklich wieder befahren werden kann und wir Ihnen unseren gewohnten Service anbieten können.

Robert Haase

 

Ein Gedanke zu „Sperrung Alte Geestebrücke“

  1. An dieser Brücke wird nun seit den 1970iger Jahren ständig herumgedoktert. Entweder sind die Bauausführenden allesamt inkompetent oder aber die Brücke ist gelinde gesagt nur noch ein Haufen Schrott. Hier braucht es einen Neubau, statt ein „Alle Jahre wieder“. Kleiner Tipp: andere Städte reparieren nichts, was nicht mehr geht – sie bauen einfach neu! Was nützt eine schöne alte Brücke, die man nicht mehr benutzen kann?

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