Unser Schulungsraum

Eigentlich ist es ja logisch, dass ein Verkehrsunternehmen auch einen Schulungsraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Fahrdienst hat. Aber habt Ihr Euch auch schon mal Gedanken darüber gemacht wie der aussieht und was genau dort alles gemacht wird?

Die VGB hat eine vom Senator für Inneres zugelassene anerkannte hausinterne Fahrschule. Dadurch können wir selbst den Beruf „Berufskraftfahrer Personenbeförderung“ ausbilden. Für den theoretischen Teil haben wir einen Schulungsraum. Dieser befindet sich direkt im Werkstattgebäude. Unser Kollege Dietmar Kraske leitet unsere Fahrschule. Rein optisch sieht sie aus wie jede andere Fahrschule auch. Wer von Euch schon etwas älter ist und „früher“ seinen Führerschein Klasse 3 (heute B) gemacht hat, erinnert sich bestimmt an die Verkehrszeichen, die an der Wand hingen. Das ist bei uns auch so.

Wir haben in dem Raum auch ein Modell einer Kugelkopfkupplung für Anhänger, eine hydraulische Zweikreisbremse und Querschnitte von PKW-Bereifungen. Durch die Modelle ist es viel einfacher Abläufe zu erklären und bestimmte Themen anschaulich darzustellen. An dem Funktionsmodell der Druckluftbremsanlage kann z. B. ein Generator angeschlossen werden und es wird geübt, wo einzelne Bauteile sind und was passiert, wenn man die Fuß- oder Handbremse auslöst.

Was sich allerdings im Gegensatz zu „früher“ verändert hat, ist die Art und Weise wie der Theorie-Teil vermittelt wird. Bei mir war es z. B. noch so, dass wir ein Buch hatten, mit dem wir gelernt haben und es gab auch noch Video-Kassetten… Zum Üben gab es dann unzählige Papierfragebögen, mit denen man eine Prüfung simulieren konnte. Heute geht das natürlich alles viel fortschrittlicher. In unserem Schulungsraum ist ein Beamer installiert, über den Videos oder Präsentationen gezeigt werden. Jeder Fahrschüler erhält eine Übungs-CD, mit der er dann zu Hause am Rechner lernen kann. Nur zur Erfolgskontrolle werden zwischendurch mal unangekündigt Fragebögen in Papierform verteilt (oder wenn jemand unseren Fahrschullehrer zu doll geärgert hat 😉 ).

Der Raum wird aber nicht nur für unsere Auszubildenden zum Berufskraftfahrer genutzt. Hier bekommen auch die neuen Kollegen, die bereits einen Führerschein Klasse D haben, eine mehrwöchige Einweisung in den Bereichen „Linienkenntnisse“, „Tarifschulung“ und „Schulung Event-PC“ (das ist die Kasse in den Bussen). Auch die Modulschulungen finden hier statt. Die Modulschulungen und eine ärztliche Untersuchung sind Voraussetzung für die Führerscheinverlängerung nach 5 Jahren (der Führerschein für die Personenbeförderung muss alle 5 Jahre immer wieder erneuert werden). Die Module „Ecotraining“, „Markt & Image“, „Sicherheitstechnik/Fahrsicherheit“, „Lenk- und Ruhezeiten“ und „Fahrsicherheit & Gesundheit“ müssen innerhalb dieser 5 Jahre durchlaufen werden. Das ist nicht nur bei uns so, sondern gilt für jeden Fahrer, der Personen befördert.

Astrid Okon

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