Unsere Busflotte…immer auf dem neuesten Stand.

Unsere Busflotte….immer auf dem neuesten Stand.

Bild 2 Neue Fahrzeuge

 

Seit Jahrzehnten ist es unser Bestreben, sowohl für unsere Kunden, unserer Umwelt und nicht zuletzt für unsere Fahrer, die Tag und Nacht ihren Dienst hinter dem Lenkrad leisten, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein.

Hierzu zählen zum Beispiel die Motor -und Getriebetechnologien unter Berücksichtigung der aktuellen Abgasnormen. Seit Einführung der Euro I Norm Anfang 1992, arbeiten die Motorenhersteller kontinuierlich an einer Reduzierung des Schadstoffausstoßes. Hierbei geht es in erster Linie um die Verringerung von Rußpartikeln und Stickoxiden. Gleichzeitig erwarten wir aber auch eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs. Möglich wird dieses seit 2013 mit Einführung der Euro VI Norm. Für die Interessierten: Hier wird mittels einer Kombination von Abgasrückführung (AGR), Dieselpartikelfilter (DPF) und Selektiver Katalytischer Reduktion (SCR) die Einhaltung der Grenzwerte erfüllt. Zusätzlich sorgen die LED-Innenraumbeleuchtung und ein sogenanntes Rekuperationsmodul für eine weitere Kraftstoffersparnis. Zurzeit werden in der Werkstatt noch zwei Neufahrzeuge auf Bremerhaven Bus Standard gebracht. Mit diesen und fünf zusätzlich geplanten Fahrzeugen, wird am Ende des Jahres jeder dritte Bus ein Euro 6 sein. Somit trägt auch Bremerhaven Bus dazu bei, der Klimastadt Bremerhaven gerecht zu werden. Zu erkennen sind die Euro VI Fahrzeuge übrigens an dem neuen Design und dem „Grauen Kasten“ hinten links im Nachläufer. Dieser ist bedingt durch die neue Motorengeneration und der zusätzlichen Abgasbox.

Bild 1 Neue Fahrzeuge

Aber es ist uns ja nicht nur wichtig, sauber und umweltfreundlich durch die Stadt zu fahren. Selbstverständlich sollen unsere Fahrgäste, egal ob jung oder alt, mit bestem Komfort, größter Sicherheit und Pünktlichkeit an ihr Ziel gelangen.

Dazu tragen unter anderem elektronisch unterstützte Luftfederungen bei. Oder auch unzählige Stabilisatoren und Stoßdämpfer, so wie die Einzelradaufhängung der Vorderachse. Des Weiteren sorgt natürlich das elektronische Bremssystem so wie ein elektronisch geregeltes Automatikgetriebe für angenehmes Beschleunigen bzw. Verzögern.

Um aber auch die heißen Tage im Jahr ohne Stress und Hektik zu überstehen, verfügen alle unsere Busse über eine Fahrgast-Klimaanlage. Diese arbeitet bis zu einer Temperatur von 6 Grad und sorgt somit auch an nasskalten Tagen für trockene Scheiben und klare Sicht.

Für klare Sicht sorgt bei der neuen Busflotte aber auch eine zusätzliche Kamera an der zweiten Tür. Diese erleichtert es dem Fahrer, auch bei einem vollbesetzten Bus, die Tür zu überwachen um somit einen sicheren Fahrgastwechsel zu gewährleisten. Alle anderen Equipments, wie Videoüberwachung, Fahrgastzählsysteme, Fahrzeugabsenkung und Infotainments sind selbstverständlich, wie in der Vergangenheit, mit an Bord.

Ach ja…Rekuperationsmodul: Hierbei handelt es sich um einen Energiespeicher, die sogenannten Ultracaps. Diese werden bei der Verzögerung des Fahrzeuges geladen. Wenn der Bus beispielsweise von 40 km/h bis zum Stand verzögert, kann so viel Strom gespeichert werden, dass ein Großteil der Stromverbraucher, wie z.B. die Beleuchtung, für 60 Sekunden versorgt werden können. In dieser Zeit haben die Lichtmaschinen eine Pause und der Motor muss weniger arbeiten .

 

Jens Wefer

 

 

 

 

19 Gedanken zu „Unsere Busflotte…immer auf dem neuesten Stand.“

  1. Schöner Artikel!

    Ein paar Fragen dazu:

    1. Wann kommt die Euro VII Norm?
    2. Was sind denn derzeit die Umweltschädlichsten Busse bei Bremerhaven Bus?
    3. Gibt es Pläne für Elektro/Hybridbusse?
    4. Sind Oberleitungsbusse noch ein Thema?

    1. Gerne beantworten wir die Fragen:

      zu 1. Die Ansprüche an Euro VI sind bereits sehr hoch und wurden erst 2013 umgesetzt. Ob und wann Euro VII eingeführt wird, ist zurzeit nicht abzusehen. Wir gehen aber davon aus, dass dies nicht vor 2020 passiert.
      zu 2. Unsere ältesten Fahrzeuge sind Euro IV-Busse und entsprechen der grünen Plakette.
      zu 3. Zurzeit beobachten wir den Test in Bremen.
      zu 4. Nein, aus Kostengründen sind Oberleitungsbusse für uns kein Thema.

      1. Punkt 2 kann ja nicht ganz stimmen. Habe einen Bremerhaven Bus mit gelber Euro III Plakette gesehen, zeitlich nach ihrem Beitrag.

    1. Wir haben in Bremerhaven vor einiger Zeit einen verlängerten „Einzel“Gelenkbus (ca.20m) getestet. Schon hier zeigte sich, dass die Abmessungen vieler vorhandener Haltestellen nicht für eine korrekte An- und Abfahrt ausreichen. Da ein umfangreicher Umbau von Haltestellen, als Voraussetzung für den Einsatz derart langer Fahrzeuge, wirtschaftlich unverhältnismäßig wäre, ist der Doppelgelenkzug keine Option für Bremerhaven.

      1. Hier stellt sich eher die Frage, ob es nicht doch sinnvoller ist, eine Straßenbahn (wieder) einzurichten. Ein „überlanger“ Gelenkbus erfordert ebenfalls teure Umbaumaßnahmen (Haltestellenbereiche, Straßenführungen, angepasste Werkstatteinrichtungen etc.). Eine Straßenbahn kann mehr Fahrgäste – und das auch noch etwas komfortabler – befördern, als jeder Bus. Bei den neueren Straßenbahnwagen ließen sich Synergieeffekte erzielen, zumal selbige bei entsprechender Ausstattung im regulären Eisenbahnnetz bewegt, und somit auch in bereits vorhandenen Eisenbahn- und Triebwagenwerkstätten gewartet werden können. Die jetzt eingesetzten KOM sind m.E. ausreichend. Evtl. kommt für ausgesuchte Strecken (Erhebungen?) eine Taktverdichtung in Betracht. Vielleicht wächst Bremerhaven noch ein wenig, so dass über die Einrichtung einer Straßenbahn für bestimmte (stark frequentierte) Strecken nachgedacht wird.

        1. Vielen Dank für Ihren Beitrag. Die Straßenbahn ist in Bremerhaven immer mal wieder, gerade auch im politischen Raum, ein Thema. Auch intern haben wir gerade vor 2 Jahren wieder mal eine Kosten-/Nutzen-Analyse für die Wiedererrichtung einer Straßenbahn durchgeführt. Sicherlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Straßenbahn einige Vorteile, gerade in Hinsicht Beförderungskapazität und Komfort, hat. Dem stehen aber auf der Gegenseite deutlich höhere Kosten für den Betrieb einer Straßenbahn gegenüber. Für den Neuaufbau eines Straßenbahnsystems in Bremerhaven sind Erstinvestitionen in Höhe von mindestens 250 – 300 Mio. € erforderlich. Selbst wenn hiervon ein großer Teil durch Fördermittel aufgebracht werden könnte, bleibt immer noch ein erheblicher Eigenanteil für die Seestadt über. Die Kosten für den Unterhalt eines Straßenbahnsystems, gerade im Bereich Infrastruktur und Fahrzeuge, ist erheblich höher als die Kosten für den Betrieb eines Bussystems. Auch ist meiner Sicht das Aufkommen inkl. evtl. erhöhter Nachfragewerte nicht so, dass dies die Errichtung eines Straßenbahnsystems in Bremerhaven rechtfertigt. Neben diesen rein theoretischen Modellrechnungen zeigt aber auch die Erfahrung aus anderen Straßenbahnbetrieben in Städten der Größenordnung Bremerhavens, dass die Defizite deutlich über den von vergleichbaren Städten mit einem reinen Bussystem liegen. Somit ist der zu Beginn der 80er Jahre mit Einstellung der Straßenbahn eingeschlagene Weg in Bremerhaven richtig: Ein hochwertiges, modernes an den Bedürfnissen der Fahrgäste angepasste Bussystem, das den finanziellen Gegebenheiten Rechnung trägt.
          Robert Haase

          1. Diese Einschätzung teile ich – wobei die Kosten für eine Wiedereinführung einer Straßenbahn in Bremerhaven weit über den veranschlagten 250 bis 300 Mio. Euro liegen werden. Eine Entscheidung pro Straßenbahn in Bremerhaven hätte schon vor gut 40 Jahren getroffen werden müssen, zumal zu dieser Zeit hier noch eine Straßenbahn gefahren ist. Auch als Straßenbahnfan sehe ich, dass es in Städten von der Größe Bremerhavens, einfach Vorteile für den Betrieb eines gut ausgebauten Busnetzes gibt, die nicht von der Hand zu weisen sind. Hier lässt sich ein Bussystem tatsächlich effektiver betreiben – allein mit Blick auf die hohen Investitionskosten für ein Straßenbahnsystem, die evtl. erst nach vielen Jahrzehnten bzw. Generationen annähernd wieder „eingespielt“ sind. Fördermittel sind bei derartigen Projekten wirklich nicht das Allheilmittel, weil deren Höhe nur einen Bruchteil der erforderlichen Investitionskosten abdeckt.
            Buslinien lassen sich schneller und bedarfsorientiert einrichten bzw. anpassen. In Bremerhaven hat man das Beste aus der Situation gemacht und die sinnvollste Lösung gewählt. Eine Straßenbahn ist ein Mittel der Wahl in entsprechend großen Städten (z.B. Bremen, Leipzig, München, Köln etc.), in denen schon ein Straßenbahnsystem vorhanden und ausbaufähig ist.
            Hin und wieder haben aber auch schon unrealistische Gedankenspiele dazu geführt, dass eine vorhandene Sache, die hervorragend ist, noch optimiert wurde. Manchmal handelt es sich dabei auch um Veränderungen, die dem Fahrgast nicht sofort „ins Auge springen“.

      2. Wenn man größere Busse will und 20 – 25 m Busse zu lang sind, wären vielleicht Doppeldecker eine Lösung!
        Braucht man in Bremerhaven denn größere Busse?

        1. Doppeldecker können wir innerhalb von Bremerhaven auf Grund der zahlreichen Brücken und Tunnel nicht auf allen Strecken einsetzen. Deshalb sind unsere beiden Doppeldecker nicht im Linienverkehr eingesetzt.
          Wegen des hohen Fahrgastaufkommens wären größere Fahrzeuge eine Überlegung wert, dies haben wir aber aus wirtschaftlichen Gründen wieder verworfen.

      3. Würde es dann nicht Sinn machen jetzt schon beim Neubau bzw. der Renovierung der Haltestellen die Länge der Doppelgelenkbusse oder verlängerten Einzelgelenkbusse einzuhalten?

        Dadurch könnten sich diese Busse in ein paar Jahren vielleicht doch noch zu einer Alternative entwickeln?!

  2. Was ich sehr schade finde: die authentische Stimme, die die Haltestellen noch bis mitte letzten Jahres angesagt hat, wurde durch eine Roborterstimme ersetzt, die z.T. auch arg falsche Aussprachen der Namen vornimmt. In meinen Augen ein Rückschritt, wenngleich es bestimmt einfacher zu händeln ist. Gibt es Hoffnung auf eine Rückkehr?

    1. Grund der Änderung waren nicht nur die wirtschaftlichen Vorteile, sondern vor allem die Flexibilität bei Änderungen von Haltestellen. Während wir vorher teilweise Wochen auf die Haltestellenansage einer Profi-Sprecherin gewartet haben, können wir nun die Änderung sofort selbst vornehmen. In dem einen oder anderen Fall hört sich das tatsächlich noch nicht ganz rund an, wir sind aber dabei, jede einzelne Haltestelle zu überarbeiten.

    1. Unsere Euro VI-Motoren sind auf technisch höchstem Niveau und werden sicherlich den Anforderungen der Schadstoffklasse 6 (blaue Plakette) standhalten.

      1. Das war mir schon klar, meine Frage war, ob die Anzahl der „blauen“ Fahrzeuge ausreicht, um das Netz auch durch die blaue Zone aufrecht zu halten. Weil die älteren Fahrzeuge ja nicht durch dürften.

        1. Sollte eine Vorgabe/Gesetz/Verordnung kommen, die eine Befahrung von Städten generell und ohne Ausnahme auf Euro VI-Fahrzeuge beschränkt, wäre der Stadt- u. auch Regionalverkehr nicht mehr durchführbar. Auf Grund der neuesten Entwicklung zur „Blauen Plakette“ gehen wir aber davon aus, dass wir den Stadtverkehr auf jeden Fall aufrecht erhalten können.

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