Unsere Haltestellen – Reinigung der Wartehallen

Seit gut 6 Wochen ist er unterwegs … unser neuer Reinigungswagen für die Haltestellen. Vielleicht habt Ihr den kleinen Vito ja schon mal im Einsatz gesehen. Versehen mit einem Wassertank und einem langen Schlauch mit Waschbürste lassen sich jetzt die Scheiben der Wartehallen schnell und problemlos reinigen.

Der Clue dabei: Gereinigt wird mit sogenanntem Reinwasser, dem durch ein spezielles Verfahren fast alle Mineralien entzogen wurden. Da dieses spezielle Wasser weder Streifen noch Flecken hinterlässt, bleiben die Flächen nach der Trocknung komplett schlierenfrei zurück.

Um das Verfahren zu verstehen, muss man vor allem eines wissen: Wasser ist nicht gleich Wasser. Trinkwasser ist als Reinigungsmittel zum Beispiel nur bedingt geeignet. Oft beinhaltet es Mineralien, die im Zuge der Verdunstung als Kalk oder Kalkseife zurückbleiben. Dadurch entstehen dann oft Spuren, Streifen oder Wasserflecken.

Dies ist der Hauptgrund, weshalb professionelle Glasreiniger häufig entmineralisiertes Wasser – auch Reinwasser genannt – einsetzen. Um dem Wasser seine Mineralien zu entziehen, gibt es verschiedene Verfahren. Am gängigsten ist die Umkehrosmose. Hierbei wird aus hartem, kalkhaltigem Wasser mit Mineralien, weiches, 100% reines Wasser ohne Mineralien gemacht.Dieses Wasser hat eine ganz besondere Eigenschaft. Stark vereinfacht formuliert, will es die ihm entzogenen Mineralien wieder aufnehmen. Dadurch wirkt es auf Schmutzpartikel wie ein Magnet. Wenn dieses Reinwasser also zum Beispiel über zu reinigende Glasflächen fließt, löst es alle vorhandenen Substanzen und Schmutzpartikel äußerst gründlich auf.

Das Beste aber ist: Nach gründlicher Spülung und ausreichender Trocknung bleibt nicht nur eine saubere, sondern vor allem eine streifenfreie Oberfläche zurück. Da Reinwasser nämlich weder Spuren noch Wasserflecken hinterlässt, entfällt das Abziehen, Ledern oder Nachpolieren komplett.
Zusätzliche Hilfsstoffe oder chemische Mittel sind aufgrund der intensiven Reinigung durch das Osmose-Wasser gar nicht erst notwendig. Ein weiterer Vorteil: Die statische Aufladung der Glasflächen schützt diese länger als bei herkömmlicher Reinigung vor der Wiederverschmutzung. Alles in allem ist die Reinigung also nicht nur höchst effizient, sondern auch äußerst umweltschonend.Das Reinwasser wird in einer kleinen Umkehrosmoseanlage auf dem Betriebshof Hexenbrücke produziert und in einem 4.000 l Tank „gebunkert“.

Christoph Symann

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