Wer raus möchte muss drücken

Wer sich von uns befördern lässt um von A nach B zu kommen, der kann es gemütlich angehen lassen. Gültiges Fahrticket, rein in den Bus, ggf. die Tageszeitung studieren und am Zielort zufrieden wieder aussteigen… man muss nur darauf achten, dass der Fahrer auch den Haltewunsch erhalten hat.Im innerstädtischen Bereich und an stark frequentierten Haltestellen funktioniert es in der Regel von alleine. Denn dort hält der Fahrer meistens sowieso, um neue Fahrgäste aufzunehmen. Oder aber ein anderer Fahrgast war schneller mit dem Drücken des Knopfes.

Interessant wird es, wenn man am Stadtrand unterwegs ist oder zu Zeiten fährt, wo nicht mehr ganz so viel los ist auf den Straßen. Wenn man dann vergisst, die Haltewunschtaste zu drücken, ist man ganz schnell eine Haltestelle weiter oder genießt eine nicht geplante Stadtrundfahrt 😉

Wenn der Haltewunschknopf gedrückt wird, ertönt beim Fahrer zum einen ein akustischer Ton und gleichzeitig erscheint ein „H“-Zeichen auf seinem Display.

Außerdem erscheint auf den Bildschirmen unten links der Hinweis: “Bus hält“

Im Laufe der Zeit haben sich die Taster natürlich vom Äußeren und seitens der Technik um einiges verändert. Ich habe da mal ein paar Fotos zusammengetragen:

Die ganz neue Taster-Generation verfügt über eine LED-Beleuchtung, die grundsätzlich grün leuchtet und bei Berührung kurz auf rot geht. Das dient als Bestätigung dafür, dass der Taster die Anforderung akzeptiert und der Fahrer die Information erhalten hat. Zusätzlich wurde der Taster auch mit der Bezeichnung “STOP“ in der Brailleschrift versehen worden.

Was unterscheidet diesen Taster noch von seinen Vorgängern?

Die Vorgänger waren ganz normale Drucktaster, die bei Betätigung den Stromkreis geschlossen und somit den Haltewunsch ausgelöst haben. Nicht mehr und nicht weniger.

Der neue Taster wird bei uns seit 2015 verbaut und ist ein kapazitiver Taster. Er beruht auf der gleichen Technik, wie der Außentür-Taster an der dritten Tür. Man kann auch sagen, dass es sich um das gleiche Prinzip handelt wie beim Touchscreen eines Smartphones. Zudem haben sie eine extrem lange Lebensdauer.

Allerdings haben wir, oder besser gesagt die Fahrer, festgestellt, dass diese Taster sehr empfindlich auf Berührung reagieren. Deshalb werden sie zurzeit gegen unempfindlichere Taster getauscht.

Ach ja… extrem lange Lebensdauer soll bedeuten: mehrere Millionen Schaltzyklen??!

Ich zähle mit 😉

Jens Wefer

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