Wir machen das Wasser wieder sauber !

 

In meinem Letzten Artikel ging es um unsere Nutzfahrzeugwaschanlage. Dort ging es unter anderem um die Anzahl der Wäschen, den Wasserverbrauch, die Funktionsweise und das das Wasser mit einer biologischen Aufbereitungsanlage wieder gereinigt wird.

Wie aber arbeitet so eine Anlage?

In unserer Wartungshalle, direkt unter der Waschstraße, befindet sich ein großes Schlammfangbecken. Hier fließt das gesamte Wasser, welches in unserer Werkstatt verbraucht wird, über eine eigene Kanalisation zusammen. Dieser Schlammfang hat eine Größe von ca. 40 Kubikmeter (40.000 Liter) und wird drei Mal im Jahr von ungefähr 8 Kubikmeter Schlamm befreit.

In diesem Schlammfangbecken erfolgt die mechanische Vorklärung. Hier haben die schwebenden Dreckpartikel durch die Beruhigung des Abwassers und durch das Gesetz der Schwerkraft die Möglichkeit, sich auf den Grund des Beckens abzusetzen. Aufschwimmende Teilchen, wie z.B. Laub, Papier und ähnliches, werden durch ein Sieb zurückgehalten.

 

Anschließend wird mittels einer großen Saugpumpe das grobgereinigte Wasser in die biologische Vorstufe befördert. Das ist ein Behälter mit einer Größe von ungefähr 10.000 Liter. In diesem Behälter befindet sich das sogenannte Trägermaterial.

Freischwebende Würfel
Unbenutzte Würfel

Das sind ca. 4 cm2 große, freischwebende Schaumstoffwürfel, an denen sich ein Biofilm bildet. Dieses ist eine Schicht von angesiedelten, lebenden und abgestorbenen Kleinstlebewesen (Mikroorganismen), die dann diese dünne, meist geschlossene Schleimschicht (Film) bilden. Zur Unterstützung dieses Prozesses wird in regelmäßigen Abständen zusätzlich in Bodennähe Sauerstoff eingeblasen.

Je nach Wasser- und Reinigungsbedarf können übrigens mehrere dieser Reinigungsstufen in Reihe geschaltet werden.

Schrägklärer und Vorhaltebecken

 

Schrägklärer, innen

Nach diesem Prozess wird das Wasser durch einen Schrägklärer befördert. Der Schrägklärer hat die Aufgabe, die abgestorbenen Mikroorganismen zu binden und somit aus dem Wasser zu filtern. Danach fließt das Wasser in das sogenannte Vorhaltebecken, wo es dann für die nächste Fahrzeugreinigung bereit steht.

Jens Wefer

 

 

 

 

 

 

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